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22. Februar 2014

ganz anderes

Ganz anderes mache ich! Anderes als ich sollte, nämlich: Diplomarbeit schreiben! Im Moment ist mein Kopf voller kreativer Ideen, die gerne umgesetzt werden möchten: Geschenkideen, Bilder, Einrichtungsideen, Rezepte... und ich finde Inspiration auf Internetseiten, die nichts mit meinem DA-Thema zu tun haben!

*seufz*

Aber nun los. Schliesslich läuft mir die Zeit davon. Jetzt muss meine Inspiration in die Tasten fliessen. Aber wenn der Frühlingsbeginn da ist, gibts bei meinem Ideenanstau sicher eine gewaltige Kreativ-Farb-Explosion! Ihr seid gewarnt! ;-)

25. November 2013

sich selbst lieben

Es gibt oft allerhand Gründe, die einem vergessen lassen, dass man selbst eine wunderbare und total liebenswerte Person ist. Sei dies der unausweichliche runde Geburtstag oder die Tatsache, dass man als Single mit fünf (!) verlobten-bald-verheirateten Frauen zusammenwohnt oder den Druck, mehrere Dinge wie Studium, Privates, Arbeit unter einen Hut zu bringen oder der Versuch Erwartungen zu erfüllen und gewisse Erwartungen aber zu enttäuschen und damit dann weiterzuleben...

DANN ist es an der Zeit, dass man sich selbst etwas Gutes tut! (Also eigentlich schon viel früher! Aber spätestens dann! ;-) )

Heute habe ich für mich selbst einen Adventskalender gefüllt! Ich habe so liebe Kärtchen geschrieben wie: "Heute darfst du es gemütlich nehmen! Zeit für einen Mandarinen-Schnegg!" oder: "Ärztliche Verordnung für's Herz: 1 Stunde singen!". Und wisst ihr was? Ich hab (okay, das hört sich ein wenig nach multipler Persönlichkeit an... ;-) --> und das hört sich sehr gescheit an, was? ;-P ) mir überlegt, was mir gut tut und was mir Freude macht, hab es in meinen neuen-gepünktelten-und-extra-für-mich-gekauften Adventskalender gefüllt und mich gefreut, wie ich mich dann freuen werde, wenn ich es auspacke! =D

Es tut einfach gut, wenn man sich selber lieb hat! Und man hat wieder Kraft um seine Mitmenschen zu lieben (getscheggt?) und die Herausforderungen im Leben anzugehen und zu überwinden! =)

30. Oktober 2013

eine art familie

Wenn man mit 24 anderen Studenten zusammenwohnt und -lebt, kann es des öfteren zu Reibereien kommen... Warum muss der eine bloss so laut seinen Bass laufen lassen, dass es mich aus dem Bett wirft oder beim Filmgucken stört? Oder warum hat der oder die eine solche Haltung zu gewissen Dingen, die mich absolut nervt oder gar auf die Palme bringt? Es gibt Tage, da möchte ich alle (oder sicher einige) auf den Mond schicken! Oder erwürgen... (okay, das hab ich nie geschrieben, falls ihr mich einmal darauf berufen wollt! ;-) )

Aber dann gibt es solch lässige Momente, wie heute Mittag, als wir zehn von zwölf VZ11-ler im kleinen gemütlichen Studio sitzen, zusammen "käfelen" und jemand plötzlich bemerkt: "Hey, wir sind ja fast komplett! Wer fehlt? Oh, die holen wir auch noch dazu!" Und jemand anders gleich aufspringt und das elfte Mitglied unsrer Klasse zu uns holt (das zwölfte war leider ausser Haus). Oder jetzt sitze ich in meinem Zimmer, die Türe offen und ich höre verschiedene Geräusche und Musikfetzen. Ich höre meine Stock-Mitbewohnerin unten in der Küche. Sie bereitet Sandwich's für heute Abend vor und hört dabei laut schweizerdeutsche Musik und singt mit.

In solchen Momenten, fühle ich mich wie Zuhause. Und meine Mitbewohner sind meine Ersatzfamilie. (Okay, beim Streiten und Nerven sind sie's auch... *zähneknirschendzugebentu*) Ja, und dann kommen so wehmütige Gedanken bei mir auf: Nur noch acht Monate... Ich will die Zeit doch noch so geniessen, warum zerrinnt sie mir wie Sand zwischen den Fingern? Und warum muss ich ausgerechnet jetzt, wo mir diese gesegnete und befristete Zeit mit diesen Leuten so bewusst ist, soviel Zeit in Schularbeiten investieren?

Bitte Gott, segne meine Mitbewohner (auch die nervigen ;-) ) und lass diese verbleibende Zeit mit ihnen zusammen eine der besten Zeiten meines und ihres Lebens werden! Danke.

29. August 2013

25 diamanten

Nun bin ich wieder da: zurück in der Wohngemeinschaft Steinbock (das Haus trägt den Namen seit es einmal ein Restaurant/Hotel war)! Ich wohne mit meiner Klasse (12 Personen) plus den neuen Erstlern (13 Personen) in einem grossen Haus! Hier teilen wir unser Leben, lernen voneinander, stossen auf verschiedene Ansichten und Charaktere, es gibt viel gemeinsames Lachen aber auch Weinen und Streiten. Hier werden wir geschliffen! Uff... und geschliffen werden ist nicht immer angenehm, denn: da werden liebgewonnene Ecken, Kanten und Macken weggeschliffen! Das kann weh tun! Mein Verhalten wird gespiegelt und ich merke, wie ich auf andere wirke. Oder ich bitte um ein Feedback und bekomme ein knallehrliches Feedback zurück (ehrlichgemeintes Danke dafür! ;-) ).
Aber ich will ja lernen, möchte mich weiterentwickeln, möchte immer mehr zu dieser Person werden, die in mir steckt, die ich wirklich bin! Eigentlich hoffe ich ja, dass ich Räupchen nächsten Sommer dann als diplomierter Schmetterling davonfliegen kann, aber tief in mir, weiss ich, dass der Prozess zum Schmetterling noch länger dauern könnte oder sogar nie ganz abgeschlossen ist! Dies soll nicht als Ent-mutigung daherkommen! Falls doch, dann möchte ich mir immer wieder das Bild eines Diamanten vorstellen! Der wird auch geschliffen! Und wird dabei immer schöner!! =)

Na dann, zücke ich 'mal mein Schleifpapier! Ich bin ja nicht der einzige Diamant hier! ;-)

11. August 2013

farben und formen

Morgen um neun beginnt das neue Studienjahr. Und mit was beginnen wir? Mit dem MKS-Modul* Farben und Formen! =D Mein Herz jauchzte als ich dies auf dem Stundenplan sah! Viele von meiner Klasse - quasi alle - waren weniger bis gar nicht begeistert, als sie unsere ersten Stunden auf dem Plan sahen...

Heute konnte ich jedoch ein paar von meinen Mitstudenten ein bisschen mit meiner Begeisterung anstecken oder vielleicht eine Hoffnung schenken, dass Malen nicht nur einfach Pinsel, Pinsel, Strich bedeutet, oder dass es heisst, dass man bereits ein Talent für's Malen und Zeichnen haben muss, sondern dass viiiiiel mehr dahinter steckt! Es ist eine Leidenschaft! Oder einfach: pure Lebensfreude in Farbe! =D

Man könnte zum Beispiel eine Leinwand mit Wasserballonen, gefüllt mit Farbe, bewerfen! Oder Neocolorstifte nebeneinander aufkleben und mit einem Fön erwärmen und verlaufen lassen! Oder in Seifenblasenwasser ein bisschen Lebensmittelfarbe mischen und die Blasen auf ein Blatt pusten und dort verplatzen lassen! Oder... oder... oder... =D 

Hach, ich freu mich auf Morgen! Dieses Modul versüsst mir den Studienjahrstart total!!! =D


*MKS = musisch-kreativ-sportlich

10. Juni 2013

12 minuten...

...vor dem Filmende, mitten in einer langanhaltenden Tränenphase, gehen mir doch tatsächlich DIE TASCHENTÜCHER AUS!!!

Das kann auch nur mir passieren. ;-)

1. Mai 2013

win win

Seit wir zusammen den Film "Briefe an Julia" sahen, hat eine liebe Studienkollegin den Spruch "Win Win" in ihr Repertoire aufgenommen, was so viel bedeutet: es schaut für beide Parteien was raus. (Übrigens im Film finde ich es zum Kotzen wenn dieser Typ das zu seiner Verlobten sagt!)

Heute war bei mir Putzen angesagt. Also nicht wirklich angesagt, es war nötig. Und wiedereinmal stellte ich fest: ich putze überhaupt nicht gerne Böden! Keine Ahnung warum, aber ich mach's nicht gerne. Und so habe ich innerlich zur meiner kleinen Liste von meinem Traummann hinzugefügt: "Putzt gerne Böden. Und wenn nicht gerne, dann übernimmt er's trotzdem, weil er mich liebt!" ;-) Dafür wasche ich ab (wir werden eine Abwaschmaschine haben... ;-) )!

Bei diesem kleinen Gedankenspiel, kam mir plötzlich der Spruch "Win Win" in den Sinn und ich musste lachen! Hat mein Zukünftiger wohl auch schon so eine Liste über mich und überlegt sich gewisse "Win Win-Deals"? =) Ich bin gespannt...

26. März 2013

prägende kindheitssätze

Kennt ihr das? Eure Eltern hatten Sätze auf Lager bei denen ihr innerlich die Augen verdrehten und mit den Lippen unhörbar mitsprachen. Sätze, die immer wieder kamen. Sätze, die ihr NIEMALS bringen wolltet, wenn ihr mal in der Erzieherrolle seid.

HA!

Und da kommt der Tag X, wo ihr euch den genau gleichen Satz sprechen hört, wie ihr ihn bereits vor Jahren von eurer Mutter oder eurem Vater gehört habt! Und entweder seid ihr völlig überzeugt von dieser jahrealten Weisheit oder ihr fragt euch grad, warum um Himmels Willen ihr diesen Satz ausgesprochen habt!

Einer meiner prägenden Kindheitssätze waren unter vielen anderen dieser:
"I ha da ned gärn!" - "De essischs ungärn!"
("Ich ess das nicht gerne!" - "Dann isst's du ungerne!")

Ein anderer Satz, an den ich mich noch heute erinnern kann (und er kam eigentlich nur einmal!) und mich nervte und traurig machte, war die Aussage von meiner Mutter, als ich Erstklässlerin Querflöte spielen lernen wollte. Sie meinte: "Zuerst musst du Blockflöte lernen." Ich glaub, am meisten nervte mich, dass sie Recht hatte und zuerst meinen Durchhaltewille sehen wollte, bevor sie so ein teures Instrument anschafften. Nach einem Jahr spielte ich nicht mehr Blockflöte (da spielten aber noch weitere Gründe mit!!! Nur zu meiner Verteidigung!)! Jedenfalls hab ich letztens genau diesen Satz meiner Erstklässlerin auf der Wohngruppe gesagt. Ich reflektierte mich bereits während ich es aussprach und versuchte zu mildern: "Querflöte bietet die Musikschule gar noch nicht an in der zweiten Klasse (was auch so ist!)!" Ich glaube (oder hoffe ganz fest), dass es sie nicht so getroffen hat, wie mich damals!

Oder dann die Weisheit von meinem Frühaufsteher-Vater: "Wer morgens früh aufstehen will, muss abends zeitig ins Bett gehn!" (Kurze Erklärung am Rande: ICH bin weder ein Spätabendmensch, noch ein Frühmorgenmensch!) Jedenfalls, gerade eben hab ich eine Umfrage unter Studenten ausgefüllt. Das Thema: Aufstehritual. Wie werd ich geweckt, wieviel Zeit brauch ich zum Aufstehn, was mach ich alles Morgens bevor ich aus dem Haus gehe etc. Letzte Frage: falls ich grundsätzlich gut aufstehe morgens, was ist mein Geheimrezept? Ich spontan: genügend Schlaf vorher! Und denke mir: hast ja Recht, Dad! ;-)

Und zum Schluss noch ein gutes Zitat von Antoine de Saint-Exupéry: "Woher ich stamme? Aus meiner Kindheit stamme ich."

Wie wahr!

13. Februar 2013

aktive lebensgestaltung

Potz, hört sich dieser Titel krass an, was?! ;-) Aber gestern Abend war es soweit: ich lag völlig müde und erschlagen auf meinem Sofa und hatte nur noch die Kraft um ... DEN FERNSEHER EINZUSCHALTEN! Da dachte ich: "Nein! So darf ich nicht enden! Nicht als Fernseh-Junkie!" Und da praktischerweise heute ja die vor-österliche Fastenzeit beginnt, habe ich beschlossen in den nächsten sechseinhalb Wochen auf die Glotze zu verzichten! (Kleine Zwischenbemerkung: DVD's hab ich mir mal noch erlaubt, aber kein "ich-weiss-nicht-was-machen-also-zappe-ich-mal-durch-die-Kanäle-glotzen"!) Zudem hab ich sowieso allerhand zu tun für's Studium und damit könnte ich gut bald einmal beginnen! Und weiter möchte ich lieber mein Leben aktiv gestalten und nicht passiv vor dem Fernseher verbringen! =)

Heute begann der erste Tag! Und ich kochte mir was leckeres UND gesundes zu Mittag! Kaufte mir selber einen Strauss gelb-orange Rosen (dazu eine Vase! ;-) ), hab telefonisch eine Blumenlieferung arrangiert *glucks* =) und will mich nach diesem Blogeintrag an die Projekte "Gewürze und Tee aus Indien in schöne Gläsli füllen" und "Geheimcode Jellyfish" machen! =D

Boah, tut das guuuuuut wenn ich nicht von dieser Kiste bestimmt werde! Ich häng glaub ich gleich 'mal ein schönes Tuch über den Fernseher! Aus den Augen, aus dem Sinn! ;-)

15. Januar 2013

i love my work

An was merke ich, dass ich gerne arbeite, dass ich mich wohl fühle bei meinem jetzigen Arbeitgeber?

Unter anderem, wenn an der Haussitzung das Organigramm angeschaut wird und der Chef schon vom Nachfolger von mir spricht und dass meine Stelle zurzeit ausgeschrieben wird... und ich innerlich erschrocken aufrufe:

"AAAAAAAAAAAAHHHH!!! Ich will noch nicht gehn!!!!!"

Okay, immerhin gehts jetzt noch ungefähr sechs Monate. Und mein Chef hatte nachher eine Idee, wie wir es "deichseln" könnten, dass ich länger bleiben könnte: "Wir lassen dich einfach dein Praktikum nicht bestehen!" ;-) Äääähm... lieber eine andere Variante, lieber Chef! ;-D

6. Januar 2013

sternsinger und mehr

Ich wohne seit knapp drei Monaten in einem katholisch und reformierten kleinem Städtchen! Da ich selbst in einer evangelischen Freikirche "aufgewachsen" bin, kenn ich mich ehrlich gesagt nicht so gut aus mit dem katholischen oder reformierten Alltagsglauben!

Heute - wir schreiben den sechsten Januar, also den Dreikönigstag - sind die Sternensinger der katholischen Kirche unterwegs! Mädchen und Jungs, verkleidet als Könige, gehen von Tür zu Tür, singen und sagen ein Gedicht auf! Sie segnen die Bewohner und die Besucher des Hauses. Einfach schön! Ich war hin und weg! =) Und endlichendlich weiss ich, was die Kreidezeichen an gewissen Haustüren bedeuten!!!! 20 + C + M + B + 13! =D

Heute morgen war ich das zweite Mal in meinem Leben im Gottesdienst einer reformierten Kirche. Das erste Mal war, als meine Lieblingskusine konfirmiert wurde! Ach, halt mal! Ich hab die vielen Hochzeiten, bei denen ich eingeladen war, nicht gezählt! Jedenfalls war's heute wirklich noch gut! Ich geh glaub wiedermal hin. =)

Wünsch euch allen ein gesegnetes Zweitausendunddreizehn! =)

11. Dezember 2012

einfache freude

Heute und gestern habe ich mich schon x-mal einfach gefreut! =) Und meine Freude möchte ich nun teilen, denn geteilte Freude ist doppelte Freude! =D

** Gestern bekam ich von meinem Chef ein tolles Feedback! =)
** Gestern hatte ich ein kurzes und schönes Gespräch mit einem Teenie über meinen Glauben und lachte mit demselben Teenie über eine Verarschung seinerseits! (Wollte mir der Kerli doch tatsächlich angeben, die Jasskarten, die ich in den Händen hielt, seien die deutschen und nicht die schweizerdeutschen Karten. Die schweizerdeutschen Karten hätten unter anderem eine Erdnuss! Eine Erdnuss! ;-D )
** Gestern konnte ich die Kids mit Fruchtspiessli zum Zvieri überraschen! =) Sie liebten es!
** Heute hatte ich das zweite Mal alleine Frühdienst als Prak... ähm nein, als Sozialpädagogin in Ausbildung! ;-) Und ich fühle mich immer kompetenter und sicherer und weiss einfach, dass ich am richtigen Ort bin! =)
** Heute habe ich früh morgens meinem Wichtel eine feine Guter-Start-in-den-Tag-Überraschung hingestellt! Und ich hab mich selbst so darüber gefreut, ihm eine Freude zu machen. =)
** Heute habe ich zweien von meinen Kids den Witz vom Hamsterpassfoto erzählt und wir haben uns alle drei darüber abgegrölt! ;-D Und es war einfach herrlich, ihre gespannten und aufmerksamen Gesichtern zu sehen, als ich den laaaaaangen, ausführlichen und detailhaften Witz erzählte! (Falls ihr den Witz nicht kennt, müsst ihr auf mich zukommen! Den kann man nicht aufschreiben, den muss man erzählt bekommen! =) )
** Heute hab ich mit drei Kids Carcassonne gespielt und es war cool zu sehen, wie selbst die Jüngste voll dabei war und das Spiel kapiert hat! =)
** Heute habe ich meine Wohnung weihnachtlich dekoriert! Und ich liebe es einfach!!! (Und jetzt mal einfach ehrlich und total überzeugt: potz, hab ich einen guuuuuten Wohnungsdekogeschmack! =D )
** Heute hab ich mir von meiner ein bisschen überreifen Banane einen kleinen Krug Bananenmilch gemacht! *leeeeeecker*
** Und heute wurde ich von meinen Vermieter für Donnerstagabend zum Znacht eingeladen! =)

Ich bin schon echt gesegnet, was? Bin halt eines von Gottes Lieblingskindern! ;-)


P.S. Bevor da jemand eifersüchtig werden will: Gott hat NUR Lieblingskinder! =D
PP.S. Ach, und eine Freude steht noch an! Also momentan bin ich noch total in der Vorfreude: Heute Abend buche ich zusammen mit meiner lieben Reisepartnerin unsere Ferien um unsere gemeinsame Freundin während ihrem Missionseinsatz zu besuchen! =D

Life, I love you!

27. September 2012

abschiede

"Jedes Ende bringt einen neuen Anfang". Etwa so klingt mir das Zitat von meinem Mit-Aupair und mir in den Ohren nach. Das war vor sieben Jahren. Seither habe ich einige Ende und einige Anfänge erlebt. Und doch ist es immer wieder nicht leicht Abschied zu nehmen und mich auf etwas Neues einzulassen. Es wird nie zur Routine oder zur Gewohnheit. Das Gewohnte zurücklassen. Zu hoffen, dass neu gefundene Freunde nicht nur Freunde-auf-Zeit waren und doch realistisch einschätzen, ob man den Kontakt wirklich zu allen halten wird. Sich auf Neues einlassen. Sich in einer fremden Umgebung lernen zurechtzufinden. Selber die Neue zu sein, beobachtet zu werden. Übergänge im Leben.... das erinnert mich an mein Jahresthema, an dem ich bald beginnen werde zu schreiben (ok, bleiben wir realistisch: nicht soooo bald! ;-) ). Meine Übergänge im Leben, meine Abschiede und meine Anfänge helfen mir, meine (baldigen) Klienten besser verstehen zu können.

Aber jetzt bin ich noch hier. Im Studentenwohnheim. Spasshalber auch Internat genannt. In der WG Steinbock (so heisst übrigens meine Firma, wenn ich Dekokataloge bestellen will, die nur Firmen beliefern... aber nicht weitersagen, gell! ;-) ). Jetzt heisst es noch letzte Vorbereitungen treffen für eine gelungene Diplomfeier für unsere Drittler. Unsere Prinzessinnen. Jeden Tag wird das Lied geübt. Zwei Strophen sind extra für unsere VZ09lerinnen gedichtet worden. Nebenbei wird noch ein kleines Abschiedsgeschenk vorbereitet. Mein Zimmer wurde heute zur Bastelstube. Zu fünft sassen wir überall verteilt und klebten, rollten, sortierten... Dann rief unser Spion, dass alle Prinzessinnen ausgeflogen waren für ihren letzten gemeinsamen Ausgang. Vollbepackt mit Stoffen, Tüchern, den Geschenken und Kerzen liefen wir zu ihrer Küche und dekorierten ihren Küchentisch. Wir freuen uns bereits jetzt auf ihr freudiges Quitschen! =D Und morgen ist der grosse Tag da! Die lang ersehnte Diplomfeier! Wir haben einen detailierten Tagesplan und wissen genau wer wann und warum wo sein muss (der Satz war guuuuuuuuuuut, gell! ;-) )! Und in 24 Stunden beginnen die ersten Prinzessinnen auszuschwärmen aus dem Steinbock. Wir Erstler bleiben noch eine ganze Woche länger zwecks Schule (ach, das gibt es bei uns auch? ;-) ) und Steinbockputz. Dann heisst es auch für uns Auf Wiedersehn zu sagen, denn unser Praktikumsjahr steht bevor.

"Jedes Ende bringt einen neuen Anfang". Ich wünsche den Prinzessinnen und "meinen" VZ11lern allen einen guten Anfang im neuen Lebensabschnitt! Das kunnt scho guat!!! =D

4. Juli 2012

ich

Heute ist ein denkwürdiger Tag! Nicht nur weil heute in Amerika der Nationalfeiertag ist. Auch nicht nur weil heute eine "alte" (sie ist nicht alt, sondern wir kennen uns halt schon ein kleines "Zeitchen") Freundin Geburtstag hat. Nein, heute ist für mich ein denkwürdiger Tag, weil ich meine Praktikumsstelle zugesagt bekommen habe!! =D *calandafelsvomherzenfallentu*

Und ich wurde angenommen, weil ich einfach ich bin! Ich, manchmal ein bisschen (sehr) unselbstbewusst und anfangs schüchtern. Ich, nicht wirklich sportlich. Ich, die an Vorstellungsgesprächen völlig verkrampft ist. Aber auch ich, die herzlich ist und gerne lacht. Ich, die Feierfreudige. Ich, die Muffinsbackene. Ich, die perfektionistisch Veranlagte. Ich einfach ich.

Es ist echt schön, wenn man ich sein kann. Und am heutigen Tag ist es schön, dass mein Ich bei anderen ankommt und geschätzt ist und gerne in einem Team gesehen ist.

Danke Gott. Hast mich gut ausgedacht.

28. Juni 2012

entspannende pause

Seit ein paar Tagen bin ich extrem angespannt und mit der Zeit nun auch verspannt. Die Gründe: Vorstellungsgespräch, baldiges Probearbeiten, zwei Modulabschlüsse, einen Modulabschluss zum Überarbeiten... und das alles noch in den nächsten acht Tagen vor den Ferien!

Heute brauchte ich eine Pause von meinem Angespanntsein: Ich ging spontan mit drei Mädels in der dorfeigenen Höflibeiz essen! Tat das guuuuuuuuuuuuuuuuuut!!! =D Lachen, Schwatzen, Ferienstimmung, gutes Essen, eine tolle Bedienung - was will  ich mehr?

Da hat meine liebe Mum mit ihrer Karte voll ins Schwarze getroffen! Heute bekam ich sie und da steht drauf:
"Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause."
-Elizabeth Barrett-Browning-

Danke, Mami!

8. Juni 2012

heimat

"Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden wird."

- Christian Morgenstern (1871 - 1914), dt. Lyriker -

4. Juni 2012

grenzüberschreitung

Als Sozialpädagogik-Student erlebt man allerhand! Wie zum Beispiel letzte Woche: EAP-Tage. Übersetzung: Erlebnis-Abenteuer-Pädagogik-Tage. 12 Studenten plus 2 Dozenten in der Wildnis. Schlafen in einer Hütte in den Bergen ohne laufendes Wasser, ohne Strom und ohne Toilette. Herrrrrrlich! =D

Und dann meine persönliche Grenzüberschreitung. Abseilen an einem Felsen. Ich dachte und sprach: "Das habe ich auch schon gemacht. Der Übergang zur Wand 'runter ist zwar krass, aber nachher ist's schön!". Ich stieg in den Klettergurt, klickte den Verschluss meines weissen Helmes zu und stieg auf den Felsen hoch.

Und dann...

...dann überkam mich eine Panik. Ich war völlig blockiert. Kauerte am Boden zwischen den Seilen und bewegte ich mich nicht mehr. Die Tränen schossen mir in die Augen, liefen mir die Wangen hinunter und ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Höhenangst.

Was machte ich bloss auf diesem Felsen oben? Und wenn ich mich nicht abseilen lassen würde, wie würde ich bloss wieder dort 'runter kommen?

Ich war und fühlte mich wie das sprichwörtliche Häufchen Elend.

Konzentration. Atmen. Tief atmen. Mein Dozent, die Ruhe in Person, gibt mir Zeit. Viel Zeit. Eine weitere Studentin, die zum zweiten Mal oben ist, versteht meine Blockade. Sie geht vor mir 'runter und gibt sich ruhiger und lockerer als sie sich wirklich fühlt, um mir nicht weitere Angst zu machen. Ich bemerke es und finde es lieb von ihr. Eine andere Studentin nervt mich eher mit ihrem gut gemeinten "es ist nicht so schlimm". Nach weiteren drei Studenten bin ich soweit. Nochmals tief durchatmen. Aufstehen. Immer nur an den nächsten Schritt denken. Das eine Seil durchziehen. Am Karabiner befestigen. Karabiner zuschrauben. Das andere Seil am Klettergurt befestigen. Okay. Atme ich noch? Um es einfacher zu machen, kann ich auf die Knie und dann rückwärts über die Kante rutschen. Ich verbanne jeden Gedanken an die Höhe und wie es unter mir aussieht. Einfach nur an jeden nächsten Schritt denken. In der Mitte der Wand beginne ich das Abseilen zu geniessen. Noch etwas steif, mit trockenen Tränen auf den Wangen und einem glücklichen Lächeln komme ich unten am Boden an und werde von meinem Mitstudenten mit freudigem Gejohle begrüsst! Der eine hat mich gefilmt, wir klatschen uns ab und er macht ein Exlusiv-Interview mit mir.

Und ich? Ich klettere gleich nochmals auf den Felsen hoch um mich nochmals abseilen zu lassen! =) Schliesslich habe ich gerade eine enorme Grenzüberschreitung hinter mir und hab wahnsinnig viel da hinein investiert. Da muss ich einfach nochmals gehen und es diesmal von Anfang an versuchen zu geniessen. Als ich da oben wieder beim Dozenten stehe, kann ich sogar über einen Witz lachen. Und ich geniesse das Kompliment eines anderen Mitstudenten und sehe Stolz und Freude über meine Grenzüberschreitung in seinen Augen. Zwar kann ich auch beim zweiten Mal nicht hinunterschauen und auch bei diesem Mal darf ich mir gar nicht vorstellen wie hoch oben ich bin und wie tief 'runter es geht. Aber ich geniesse es. Und ich halte unterwegs an, um mich von einer Mitstudentin fotografieren zu lassen. Was für ein persönlicher Erfolg. Was für ein Stolz erfüllt mich. Stolz auf mich! Als die anderen mir ihren Stolz über meinen Erfolg mitteilen, kann ich freudig aus ganzem Herzen antworten: "Danke! Ich bin auch stolz auf mich! Und wie!"

Und nun? Jetzt kommt der erlebnis-abenteuer-pädagogische Transfer in den Alltag. Was man da alles 'reinpacken kann! =)

***Im Gegensatz zum Unabhängigseinwollen, wollte ich da oben ganz gerne wieder abhängig sein! Wann ist es gut unabhängig oder abhängig zu sein? Und von wem?

***Traue ich mir manchmal etwas nicht zu und die Angst davor blockiert mich und hindert mich davor es auszuprobieren?

***Vertraue ich meinen Mitmenschen? Vertraue ich Gott? Vertraue ich darauf, dass er mich nicht hängen lässt? 

***Was bedeutet mir das Ausstrahlen von Ruhe und von Sicherheit von Leitungspersonen?

***Manchmal hilft es Herausforderungen in kleine Schritte zu unterteilen und sich nicht vom ganzen Berg (oder Felsen) einschüchtern zu lassen.

***Erfolge sind das Feiern wert!!! Und wenn sich andere mit mir freuen, tut das enorm gut!

Na? Lust bekommen auf eine persönliche Grenzüberschreitung? Ihr dürft euch gerne bei mir melden! Ich leite euch dann an meinen kletterbegeisterten Mitstudenten weiter, dessen Idee das Abseilen am Felsen war. ;-)

7. Februar 2012

ehrlich sein zu sich selbst...

... ist der Anfang von Veränderungen und beginnendem Glücklichsein! =D

(Und es hilft extrem, wenn ein lieber Engel einem einen Anstoss gibt zum Ehrlich sein. Dankeschön.)

Weisst du, warum du traurig bist? Warum dich einiges beschäftigt? Warum du deinen Mitmenschen aus dem Weg gehst? Warum du unzufrieden bist? Warum du sensibel und weinerlich bist?

Hast du...
- genug geschlafen?
- deine Tage (sorry Männer!)?
- einen guten Ausgleich in deiner Freizeit und erholst dich gut?
- einen offenen Konflikt in deiner Umgebung?
- fühlst du dich wohl und geht es dir gut?
- etwas, dass dich beschäftigt?

Schreib dir mal alles von der Seele! Ich verspreche, das tut gut! Und dann: ändere was! Und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, weisst du ganz genau, was du ändern solltest! ;-)

das wirklich wichtige

Ja, jetzt seid ihr gespannt, gell? ;-)

Dann lest mal den Artikel von Bronnie Ware. Sie hat während acht Jahren Sterbepatienten begleitet und hat nun ein Buch über die fünf häufigsten Dinge, die Sterbende bereuen geschrieben!

Lasst uns kurz innehalten in unseren achso-wichtigen-Alltag mit tausend-zu-erledigenden-Dingen-und-einzuhaltendenen-Terminen und fragt euch mal: wenn ich jetzt sterben würde, würde ich etwas bereuen? Hätte ich etwas anders gemacht in meinem Leben? Und dann lasst den scheinbar wichtigen Kram liegen und tut genau das! =)

25. November 2011

advänt

Diesen Sonntag ist es schon soweit: der erste Advent!

Ich freue mich auf diese Zeit und hoffe, dass ich mir mehr und bewusster Zeit nehmen werde, um mich auf Weihnachten zu freuen! Jetzt im Moment hör ich Weihnachtslieder, hab noch den Geschmack von Clementinchen auf der Zunge und wenn ich vom Laptop aufschaue, sehe ich ein paar Kerzen vor sich hinflackern. Aber das sind nur äusserliche Einstimmungsfaktoren. Bin ich auch innerlich bereit?

Bei meiner Freundin in Brüssel gibt es ein Restaurant für soziale Randgruppen, wo sich jedermann und -frau für zwei Euro ein ganzes Mittagessen inklusive Kaffee leisten kann. Der "Slogan" für dieses Restaurant lautet: C'est Noël toute l'année parce-qu'il n'y a pas de saison pour aimer. (Es ist das ganze Jahr Weihnachten, weil es gibt keine Saison der Liebe.)

Feiere ich nur Weihnachten, wenn es im Kalender steht? Oder lebe ich jeden Tag im Jahr, als wäre Weihnachten?

Ich wünsche allen und mir, dass wir uns bewusster werden, was Weihnachten wirklich bedeutet. Und dass wir Weihnachten im Herzen spüren. Jeden Tag neu!