22. April 2009

lebensschule

Nur kurz, schliesslich will ich meine Konversation mit den rosa Tulpen auf meinen Balkon nicht einschlafen lassen. Ich wollte einfach einmal mit allen meine Freude teilen!

Erst letztes Jahr - mit sage und schreibe 23 Jahren - lernte ich endlich wie man Orangen schält! Echt! Hatte ich noch früher einen Bogen um diese eigentlich so geliebte Frucht gemacht, da ich nicht in die peinliche Situation kommen wollte, vor jemanden eine Orange schälen zu müssen und dieser Jemand dann mit Vergnügen feststellen konnte, dass ich es gar nicht im Griff hatte, so geniesse ich jetzt diese Früchte doppelt und dreifach und jedesmal mit einem gewissen Stolz es doch noch gelernt zu haben! (was für ein Satz! ;-) ) So ganz nebenbei: danke Trübeli für's Beibringen!

Und letztes Wochenende hab ich tatsächlich noch was gelernt (ja auch ich lerne immer noch nicht aus)! Habt ihr gewusst, dass man, wenn man einen Sandkastensandkuchen macht, den Kübel mit Sand füllen und dann zweidreimal auf den Boden schlagen muss, nachfüllen und erst dann umgedreht hinschmettern sollte? Dann gibt es richtig schöne Sandkastensandkuchen und nicht solche die bereits beim vorsichtigen Entfernen des Kübels in sich zusammenfallen. Tja, was man so alles von einem Ex-Koch-Jetzt-Mitpraktikant lernt an einem Samstagnachmittag! =)

Und falls ihr noch was wissen wollt, hier meine brandneue Entdeckung! Meine Nachbarin schräg gegenüber im ersten Stock hat eine Schischa auf dem Balkon. Nur falls 'mal jemand eine braucht...

13. April 2009

zwei morgenmuffel auf einem turm


Der Titel schreit quasi nach einer Erklärung, nicht wahr? ;-) Die Geschichte beginnt vor einigen Wochen, als ich etwas ganz Cooles in einem frommen Heft las: erlebe am Ostersonntag den Sonnenaufgang auf einem Berg. Klingt doch krass, oder? Und kaum hatte ich es fertig gelesen, war mein Entschluss gefasst: das mach ich!

Tja. Ich kann meinen Mund nicht lange halten und da erfuhr eine meiner crazy Freundinnen, dass ich sowas plane (naja von Planen kann nicht die Rede sein, das Wort "planen" gehört nur am Rande zu meinem Wortschatz). Sie entschloss sich spontan mitzukommen (und das Wort "spontan" ist bei ihr eher am Rande - wenn überhaupt - vorhanden ;-) !)!

Ein paar Tage vor dem besagten Sonntag hatte meine Freundin eine ihrer "verruckten" Ideen. Wollen wir nicht noch frühstücken da oben? So richtig mit Rührei und Speck? Ähm, mir artete das ganze Unternehmen ein wenig aus, aber da ich manchmal recht nachgiebig sein kann, "erlaubte" ich ihr, das Projekt "Frühstück auf Berg bei Sonnenaufgang" in die Hand zu nehmen.

Habe ich schon erwähnt, dass meine Freundin den Hang zur Perfektion hat?

Okay, es ist also in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Und mir ist plötzlich übel und schwindlig und ich denke an meinen kurzen Schlaf und den darauffolgenden Zoo-Nachmittag mit meinem Gottebueb (es war mir NICHT übel wegen den Zoobesuch!!! wohlbemerkt!). Da rufe ich meine Freundin um halb eins Nachts an um die Aktion zu verschieben. Sie war - nett ausgedrückt - nicht sehr erfreut, hatte sie doch bereits alles vorbereitet. Mit allem meine ich alles!

Aber sie wäre ja nicht meine Freundin, wenn sie mir nicht verzeihen konnte und wir es tatsächlich auf den Ostermontagmorgen verschoben.

Habe ich schon erwähnt, dass meine Freundin den Hang zur Perfektion hat?

Ich holte sie um fünf Uhr morgens ab (hatte eine unerholte Nacht hinter mir und sah dementsprechend aus). Und dann düsten wir mit meinem Raketli auf den Berg. Und liefen noch "etwas" bis zum Aussichtturm auf dem Berg. Beladen mit nur Wenigem. Halt das Nötigste, nicht wahr? Zwei Klappstühle, zwei Karodecken, Pfannenset, Eier, Speck, Orangensaft etc etc etc.

Oben angekommen verschnauften wir erstmals und bekamen in den folgenden Stunden immer wieder keine Luft - vor Lachen.

Der Sonnenaufgang war fantastisch. Das Frühstück annähernd so gut. Und das Beisammensein mit meiner Freundin unbeschreiblich lustig und genial.

Danke Gott für diesen Morgen!

26. März 2009

was frau so an der frischen luft erlebt

Es ist soweit! Ich beginne zu erahnen wie es in den nächsten fünf Jahren bei mir aussehen wird. Studentenalltag. Dabei sitze ich heute "nur" an meinen Anmeldungen für die Höheren Fachschulen. Aber das ist für mein heutiges Thema Nebensache, denn das "wirkliche Leben" spielt sich ausserhalb von meiner Stube ab. Im übernächsten Grossdörfchen, nämlich!

Da frau nicht die ganze Zeit vor dem Bildschirm verbringen kann (früher waren's doch tatsächlich um die acht Stunden täglich), gehe ich einige wichtige Besorgungen machen. Unter anderem hole ich die geflickten Schuhe beim Schuster (wo gibt's denn noch sowas? ;-) ). Dort hab ich bereits das erste lustige Feeling von meinem Ausflug. In einem einzigen Raum befindet sich die Werkstatt, den Empfangsthresen, das Büro (Laptop und Mini-Fax) und den Zvieri-Raum (tausend Orangen türmen sich neben dem Laptop sowie Darvidas und zwei schmutzige Tassli Marke "Grosi-Stile"). Der lustige Schuster (und auch noch Schlüsselnachmacher) hat das Aussehen von einem junggebliebenen - doch trotzdem älter aussehenden - Mechanikers mit coolem Halsketteli und einer vollfarbigen Brille (die wegen der eintönigen Mechaniker-Outfits noch mehr zur Geltung kommt).

Weiter gehts zum nächsten Laden. Da erblickt mein Kennerauge einen wunderschönen grünen-mit-Glitzer Schal vor dem Eingang einer noch-nie-gesehenen Brocki. Frau entscheidet sich in ungewöhnlich schneller Zeit für den Schal und betritt das Lädeli. Und wer sitzt da hinter dem Tresen? Die Mutter von meiner allerersten Freundin aus Kindsgi-Tagen! Und sie erkennt mich tatsächlich noch, obwohl's ja bereits über 15 Jahre her ist's! Lustig.

Dann verschlägt es mich noch in den Dosenbachschuhladen. Ich brauch neue Turnschuhe. Meine momentanen haben nämlich ein Loch und zwar bei einer sehr ungünstigen Stelle - bei der Sohle, genau in der Mitte meines Fuss-Bodens. Bei nasser Gewitterung nicht toll und sehr feucht. Ich will aber nicht irgendeinen Turnschuh, ich will wieder denselben wie ich bereits habe! Den braucht frau nämlich nicht zu schnüren und kann zack reinschlüpfen und zack wieder rausschlüpfen! Einfach ideal und zeitsparend! Leider gibt's den Schuh nur noch in Schwarz (ich will einen braunen). Die liebe Verkäuferin sucht aber im Computer anhand der noch erkennbaren Nummer in meinem alten Schuh, nach noch verbliebene braunen Exemplaren. Sie wird fündig! Es gibt genau noch ein einziges braunes Paar in Grösse 39 - schweizweit! Mal sehn, ob ich's bekomme! =)

Und so geht es nach getanen weiteren kleineren Erledigungen zurück in die warme Stube, um bald wieder rauszugehn: heute Abend ist Literatur-Café angesagt! Und das in meinem Kleindörfchen selbst. Das pralle Leben halt.

3. März 2009

raketli

Es ist an der Zeit wiedereinmal einen Blogeintrag über mein geliebtes Auto zu machen. Ich nenne es "Raketli". Um gleich vorneweg falsche Überlegungen aufgrund meiner Namensgebung wegzuräumen, hier eine kurze Erklärung: mein Auto heisst nicht Raketli, weil es schnell wie eine Rakete ist, sondern weil ich zu ihm über meine Ex-Arbeitskollegin gekommen bin, welche aufgrund ihrer Zackigkeit Rakete genennt wird. Voilà!

Gestern abend erlebte ich wiedereinmal Etwas mit Raketli, wo seine Einzigartigkeit bestens hervorhebt. Ich sag ja immer, mein Auto hat Charakter! Es ist nicht so perfekt und glattpoliert wie andere Fahrzeuge. Manchmal stellt der Motor auf der Fahrt ab (da muss man einfach auf's Gas drücken bis es wieder anspringt) oder irgendetwas quitscht zwischendurch. Auch hüpft der Radio raus, wenn wir über Holperpiste fahren.

Aber was gestern passiert ist, ist wiedermal was Neues! Ich fahre kurz frischfröhlich zur Coop-Tankstelle um etwas Kleines zu besorgen, komme zurück zu meinem braven Raketli und will es wieder aufschliessen um gleich abzudüsen. Was passiert? Mein Schlüssel bricht ab. Ja genau. Mein Schlüssel bricht im Schloss ab, ein Teil bleibt stecken, den Rest hab ich in der Hand. Ungläubig starre ich darauf. Gehe in die Hocke um den Schaden mit eigenen Augen zu sehn.

Aber zum Glück hab ich a) einen Ersatzschlüssel und b) einen lieben (zwar laut am Telefon lachenden, aber trotzdem lieben) Daddy, wo mir den Schlüssel zur Tankstelle bringt, damit ich weiterdüsen kann! Was täte ich ohne a) und b)? ;-) Wahrscheinlich Zugfahren.

99 dinge

Ich hab mir immer wieder 'mal Dinge aufgeschrieben, die ich in meinem Leben einmal machen möchte oder gerne besitzen würde. Einige haben sich schon erfüllt, andere noch nicht. Unter anderem waren da Sachen wie: Führerschein machen, alleine wohnen, Rastazöpflifrisur, Nasenpircing (leider aufgrund einer Entzündung nach einem Monat schon passé gewesen) und und und...

Seit kurzem bin ich an einer sogenannten "99-Dinge-die-ich-in-meinem-Leben-machen-möchte-Liste" am erstellen. Ich hab da so banale Dinge drauf wie: eine Kuhzunge streicheln, aber auch grössere Pläne wie: an einer Demo teilnehmen. Mal sehn was sich erfüllt!

Letzte Woche hab ich zwei Dinge getan, die ich noch nie getan habe. Da fand ich, diese zwei Erlebnisse sind es Wert um auf meine Liste zu kommen und sogleich "abghögglet" zu werden.

Nummer eins.
Ich habe mit meinem 65jährigen Vater gechattet! =) (wobei ich, wie auch schon bei Mühlestein-Zügen ewigs auf eine Reaktion seinerseits warten musste... dies lag aber am Adlersystem von meinem lieben Dad! ;-) )

Nummer zwei.
Ich bin in kurzen Hosen und barfuss (!) in einen Schneehaufen gehopst! Um gleich danach mein wohlverdientes Schoggistängeli beim Cheminée-öfeli zu verspeisen... *höhö*

Das Leben bleibt spannend. Wo werde ich mein nächstes "Höggli" setzen können?