16. Oktober 2010

weisst du noch?

Kindheitserinnerungen sind speziell. Vorallem wenn sie einem einfach so im Alltag wieder in den Sinn kommen. Ausgelöst durch einen bestimmten Gegenstand in der Hand oder einen feinen oder grusigen Geruch in der Luft oder einen Ort wo man sich gerade befindet.

Als ich vorgestern den kleinen Oskar nähte, kam mir folgendes Bild wieder vor Augen und ich war wieder das kleine Mädchen neben Mami's Nähtisch. Ich sah wieder wie sie zum Beispiel meinen (damals) riesengrossen blauen Dino vor sich hinsetzte, ihm lieb in die Augen sah und ihm beruhigend sagte, dass es jetzt ein wenig picksen würde. Dann gab sie Dino mit der Nähnadel eine "Narkose" und er schlief ruhig ein und wachte nicht auf bis sie fertig war mit Vernähen der "Wunde" und mit Einbinden derselben. Dino war in guten Händen bei Doktor Mami.

Gestern Abend war ich so müde, dass mir spontan einen Reim von Früher in den Sinn kam: "Müde bin ich, geh zur Ruh, schliesse meine Äuglein zu". Ich googelte und erfuhr, dass das ein Kindergebet ist und noch weiter geht. Da erinnerte ich mich an mein Kindergebet von Früher: "Ich bin klein, mein Herz ist rein. Soll niemand drin wohnen als Jesus allein."
Heute bin ich kein grosser Fan mehr von auswendig gelernten Gebeten. Aber doch weiss ich noch genau, dass dieses Gebet für mich wichtig war. Jeweils abends im Bett mit Mami. Und Gott hört ja auch auswendig gelernte Gebete.

Denk 'mal rückwärts! Was hast du für Kindheitserinnerungen?

15. Oktober 2010

es waren einmal zwei mäuse

Es waren einmal zwei Mäuse. Eine war getüpfelt und manchesterweich. Diese hiess Fabrizio. Die andere war zerzaust und "ungestrählt". Diese hiess Oskar.

Fabrizio und Oskar kamen am gleichen Abend zur Welt. Sie waren keine Geschwister, das sah man sofort. Aber doch hatten sie gewisse Ähnlichkeiten, die man halt hat, wenn man aus der Familie Maus kommt und noch dazu am selben Abend geboren wird.

Fabrizio's Mutter hatte Mühe damit, dass Fabrizio eine erkennbare Narbe am Rücken hatte, welche nicht chirurgisch vollkommen genäht wurde. Und doch gaben ihm diese Stiche eine spezielle und einzigartige Note. Oskar's Geburt war mühsam. Sein Fell gab das Übrige noch dazu. Und doch kann man sagen, dass sein Fell einfach zu ihm gehörte und ihm sehr gut stand.

Die "Mütter" von den beiden süssen Mäusen konnten sich kaum sattsehen an ihren Lieblingen. Es gab sofort ein paar Nach-der-Geburt-Fotos welche sogleich per elektronischem Weg zu Freunden geschickt wurden.

So begann das Leben von Fabrizio und Oskar. Mögen sie ein langes und mausfrohes Leben geniessen.


3. Oktober 2010

der himmel auf erden

Fünf Stunden Zeit. Zwei Kusinen mit extra Sackgeld dabei. Eine Messe-Halle voll mit Kreativität.

Das ist ein Hauch vom Paradies, glaubt es mir! =)

Da gab es eine Wand voll mit Stempeln. Kleinen Stempeln, grossen Stempeln, lustigen Stempeln, Text- und Bildstempeln, Weihnachts- und Geburtstagstempeln, Hochzeit- und Geburtstempeln. Dazu natürlich Stempelkissen und Stempelpulver und Stempelbeispiele. Boah!

Ein bisschen weiter gab es ein Stand mit Leinwänden (in allen Grössen), Pinseln (in allen Variationen), Farbtuben und -flaschen (in allen Farben), Staffeleien und Skizzenbüchern. Seufz.

Und dann gab es eine Wand voll mit Geschenkbändeli. Nach Farben und Thema sortiert. Alle Jahreszeiten. Weihnachten. Geburtstag. Neutrale Bändeli. Breite und schmale. Getupfte und gestreifte. Mit Sternchen und mit Hühnern. Wahnsinn!

Die zwei Kusinen kamen freudig und todmüde, mit schmerzenden Füssen, vollen Taschen, tausend Ideen und fünfzig Natelfötelis sowie natürlich leeren Geldbeuteln nach Hause.

Und jetzt gehts ans Kreativsein und Ausprobieren! Ach, welch himmlischer Genuss!

1. September 2010

was ich mag

Ich mag es wenn mein Gotti-Bueb von zaubernden Polizisten erzählt.
Ich mag Schildkrötlipartykracker.
Ich mag die frische Stille vor der Haustür morgens um viertel vor sieben.
Ich mag den schwarzen Schreibfilzstift im Büro.
Ich mag es wenn es vier Uhr am Nachmittag ist, dann gehts nicht mehr lange bis fünf.
Ich mag das Wort "kreativ".
Ich mag es wenn jemand im August Weihnachtslieder pfeift.
Ich mag es wenn mein Pünktli-Portmonnaie ein schmunzelndes Lächeln auf das Gesicht des Verkäufers zaubert.
Ich mag den Wind in den Bäumen rauschen hören und mich augenschliessend in den Wind zu stellen.

Und was magst du?

30. August 2010

veränderung

Der Herbst beginnt. Hören wir auf es abzustreiten! Der Sommer ist vorbei, er hat nur kurz 'mal "Hallo" gesagt. Und jetzt können wir uns auf einen goldigen, schönen Herbst freuen. Der September steht vor der Tür. Der beste Monat des Jahres überhaupt! Ich freue mich auf Geburtstage (minimum drei), Quartierfest (mit neuen Nachbarn), neue Begegnungen und vielleicht (noch unbekannte) Abzweigungen in meinem Leben. Veränderungen sind willkommen!

Nicht nur die Zeiten ändern sich, auch ich mich. Heute hat es ein klitzekleinbisschen Mut gebraucht. Eine total neue Frisur. Neee, nicht grün oder blau gefärbt! Was anderes. Eine Veränderung.

Ich steck mir also meine Haare hoch, mach meine ca. 50 traditionellen Nach-dem-Coiffeurbesuch-Fotos (von welchen nur etwa 20 brauchbar sind), summe vor hin das Lied mit der perfekten Welle (kapiert? ;-) ) und freue mich auf weitere Veränderungen!